Uta Sabath Gefahrgutberatung
Uta Sabath Gefahrgutberatung

Gefahrgut-Aktuell

Auf diesen Seiten möchte ich Ihnen in (un)regelmäßigen Abständen Neuigkeiten rund um das Thema Gefahrgut präsentieren.

 

Ältere Artikel finden Sie in dem Reiter "Archiv - Aktuelles bis 2019" und den Folgejahren. 

Neue Schulungsvorschriften im Luftverkehr (IATA-DGR)

06.12.2022

Das bisherige Schulungskonzept der IATA-DGR, Schulung nach festgelegten Personalkategorien, ist zum 31.12.2022 Geschichte. Ab dem 01.01.2023 müssen die Vorschriften des CBTA (Competency Based Training und Assessment) für Schulungen umgesetzt werden.

 

Was ist neu?

Die Schulungen finden jetzt auf der Grundlage der durch den Arbeitgeber festgelegten Bereiche statt. Die Verantwortlichkeit für die Inhalte der Schulungen wird somit auf die Arbeitgeber übertragen. Dies bedeutet, dass die Arbeitgeber ab dem 01.01.2023 für das Erstellen und das Aufrechterhalten eines Gefahrgut-Trainingsprogrammes verantwortlich sind. Damit eröffnet sich aber auch die Möglichkeit für die Arbeitgeber, dass das eigene Personal auf die betrieblichen Belange zielgerichtet geschult werden kann und dass damit Inhalte, die den Betrieb nicht betreffen, ausgeklammert werden können. Die Ausbildung kann durch externe Dienstleister oder intern bzw. kombiniert erfolgen. Die bisherigen Personalkategorien werden durch Tätigkeitsbereiche abgelöst.

 

Das Luftfahrtbundesamt stellt für typische Tätigkeitsbereiche unter dem Link https://www.lba.de/SharedDocs/Downloads/DE/B/B32_Gefahrgut/Fachinformation_neu/Taetigkeitsbeschreibung_CBTA.html?nn=2118456 die entsprechenden Beschreibungen bereit.

 

Aufbau eines kompetenzorientierten Schulungs- und Beurteilungsprogrammes in einem Unternehmen

Ziel ist eine zielgerichtete Schulung mit Lernzielbereichen. Bei Mitarbeitern ist das Ziel, drei Kernziellernbereiche zu aktivieren:

  • Wissen: Erlernen und Verstehen eines bestimmten Sachverhaltes, so dass die benötigten Fähigkeiten und Einstellungen durch den Mitarbeiter entwickelt und angewendet werden können
  • Können: Beschreibung der Fähigkeit, das Erlernte fachgerecht in die Praxis umsetzen zu können und entsprechend auszuführen
  • Wollen: Bewußtsein, das Erlernte auch in der Praxis fachgerecht anwenden zu wollen und sich der Verantwortung bewußt zu sein

Die Beurteilung der Mitarbeiter darf nicht durch direkte Kollegen auf gleicher Hierachieebene erfolgen. Die verantwortlichen Personen für das Schulungsprogramm müssen fachlich kompetent sein. Als kompetent dürfen Personen angesehen werden, die eine aktuell gültige Schulungsbescheinigung (ehemals PK-Schulungsbescheinigung) besitzen und die über eine zeitlich nicht definierte Berufserfahrung verfügen.

 

1. Phase - Analyse des Schulungsbedarfs

  • Erfassung der Mitarbeiter mit ihren Tätigkeiten und Zuordnung des Leistungsniveaus:
    • Benennung der Tätigkeitsrollen
    • Definition von grundsätzlichen Tätigkeiten (Orientierung an der Orientierungshilfe des LBA oder H6.1 des Anhang H der IATA-DGR)
    • Zuweisung von Lernzielbereichen - persönlich definierte Anforderungen zu den Bereichen Wissen, Können und Wollen
    • Zuweisung von detaillierten Arbeitsbereichen (Orientierung an der Orientierungshilfe des LBA oder H6.1 des Anhang H der IATA-DGR)
    • Zuweisung Kenntnisstand am Ende des Schulungsprogrammes:
      • Anfangskenntnisse (*): allgemeines Wissen oder Verstehen der grundlegenen Konzepte und Techniken
      • Grundkenntnisse (**): Qualifizierung für einfache Arbeitstätigkeiten (Routinetätigkeiten und vorhersehbare Tätigkeiten). Hier kann eine Anleitung durch Experten von Zeit zu Zeit notwendig sein.
      • Professionalität (***): komplexe und wichtige Handlungenin einem nicht-routinemäßigen Zusammenhang. Eigenständige Arbeit und Problemlösung ohne besondere Unterstützung sind dafür kennzeichnend.
      • Fortgeschrittene Kenntnisse (****): komplexe technische und professionelle Handlungen in einer großen Bandbreite
        Hier ist eine beratende Tätigkeit möglich.

2. Phase - Gestaltung eines Schulungs- und Beurteilungsplanes

Der Arbeitgeber erstellt anhand der Ergebnisse der 1. Phase einen Schulungsplan (Syllabus). Die Ergebnisse werden durch den Arbeitsbereichen zugeordnete Vermittlungsmethoden ergänzt. Als Vermittlungsmethoden sind Präsenz- und Online-Schulungen möglich. Diese Vermittlungsmethoden können durch eLearning oder Training on the Job (z. B. interne Regelungen) ergänzt werden.

Der Schulungsplan legt die Reihenfolge der Schulungsmaßnahmen fest. Hierbei soll auch ein konkretes Datum der Schulungsmaßnahme sowie der Status (Grund- oder Wiederholungsschulung) festgehalten werden. Bei der Nutzung eines externen Schulungsdienstleisters ist mit diesem rechtzeitig Kontakt aufzunehmen, um die Parameter der Schulung mit diesem abstimmen zu können. Das Ergebnis dieser Teilphase ist der individuelle Schulungsplan für einen Mitarbeiter und muss für jeden Mitarbeiter individuell durchgeführt werden.

 

Der zweite Teil dieser 2. Phase ist ein Beurteilungsplan. Zweck des Beurteilungsplanes für  jeden Mitarbeiter ist die detaillierte Erfassung

- mit welchen Methoden

- in welcher Frequenz

- mit welchen Erfolgskriterien

das Erlernte des Mitarbeiters beurteilt wird, so dass der Mitarbeiter die gewünschte Qualifikationsstufe erreichen kann.

 

CBTA bedeutet, dass am Ende der Ausbildung (Bestehen der Abschlussprüfung) weiterhin in regelmäßigen Beobachtungen festgestellt werden muss, ob der Mitarbeiter die gewünschte Qualifikationsstufe auch weiterhin erreicht bzw. behält. Hier können Ansätze aus dem Qualitätssicherungsmanagement angewendet werden. Beurteilungen müssen mehrfach durchgeführt werden, die Beurteilungen müssen stichhaltig und verlässlich sein. Auch der Beurteilungsplan ist mitarbeiterspezifisch.

 

3. Phase - Entwicklung des Schulungs- und Beurteilungsmaterials

Dies ist in der Hauptsache die Aufgabe des externen Schulungsdienstleisters, wenn die Schulungen nicht mit eigenen Ausbildern durchgeführt werden. Hier ist zu bemerken, dass auch die eigenen Ausbilder die entsprechende Prüfung beim LBA erfolgreich absolvieren und entsprechend vorab auch die dort festgesetzten Anforderungen erfüllen müssen.

 

4. Phase - Durchführung der Schulung

Die genehmigten Schulungen werden gemäß Schulungsplan durchgeführt.

 

5. Phase - Bewertung des Schulungs- und Beurteilungsprogrammes

Interviews und Bewertungsbögen der Teilnehmenden sollen durch den Arbeitgeber ausgewertet werden. Damit sollen die Funktionen des eingeführten CBTA-Schulungsprogrammes überprüft werden. Die Ergebnisse werden im "Programmbericht" vom "Assesor" zusammengefasst. Ein solcher Programmbericht ist am Ende eines jeden individuellen Schulungsprogramms zu erstellen.

Neue Gefahrgutvorschriften

Gleich drei neue Gefahrgutvorschriften sind in den letzten Tagen in den Verkündungsmedien veröffentlicht worden.

 

Die 23. Verordnung zur Änderung der Ordnung für die internationale Eisenbahnbeförderung gefährlicher Güter (RID) (23. RID-Änderungsverordnung - 23. RIDÄndV) ist im Bundesgesetzblatt Teil II mit Datum vom 03.11.2022 verkündet worden. Hierbei ist zu beachten, dass bei Nutzung des bisherigen RID 2021 in der Übergangszeit bis zum 30.06.2023 die vorgeschriebene Ergänzung im Beförderungspapier erfolgen muss.

 

Die 29. Verordnung zur Änderung der Anlagen A und B zum ADR-Übereinkommen (29. ADR-Änderungsverordnung - 29. ADRÄndV) ist mit Datum vom 22.11.2022 verkündet worden. Hier ist im Gegensatz zum RID kein Hinweis in Beförderungspapieren erforderlich.

 

Beide Verordnungen treten damit planmäßig zum 01.01.2023 in Kraft. Bis zum 30.06.2023 dürfen die Vorgängerversionen 2021 noch übergangsweise genutzt werden.

 

Ausgenommen von dieser Übergangsregelung sind die Regelungen zu Gegenständen, die gefährliche Güter enthalten. Die im ADR/RID/ADN 2021 enthaltene Übergangsvorschrift läuft zum 31.12.2022 aus.

 

Für den Ostseeverkehr ist das Memorandum of Understanding für die Beförderung verpackter gefährlicher Güter mit Ro/Ro-Schiffen in der Ostsee (nachfolgend MoU genannt) im Verkehrsblatt vom 13. Oktober 2022 bekannt gemacht (VkBl. 2022 S. 702). Das MoU ist ebenfalls ab dem 01.01.2023 anwendbar. Die bisherige Fassung von 2017 wird mit Wirkung zum 31.12.2022 aufgehoben.

 

Derzeit steht noch die Veröffentlichung der ADN-Änderungsverordnung zum 01.01.2023 aus.

Gefahrgutstammtisch 01.12.2022 Gemeinsame Veranstaltung der IHK Ostwestfalen zu Bielefeld und des Gefahrgutstammtisches OWL

Der nächste Gefahrgutstammtisch findet am 01.12.2022 in der Zeit von 14.00 bis ca. 17.00 Uhr in den Räumlichkeiten der IHK Ostwestfalen zu Bielefeld statt. Die Einladungen hierzu und das Programm werden in den nächsten Tagen versandt bzw. auch hier im Bereich des Gefahrgutstammtisches OWL veröffentlicht.

Wir planen derzeit eine Präsenzveranstaltung, ggf. müssen wir aufgrund von Vorgaben auf eine Online-Veranstaltung ausweichen.

Duldung von ADR-Schulungsbescheinigungen in Papierform

Update 02.11.2022 / 01.09.2022

ADR-Schulungsbescheinigungen, die als Papierformat aufgrund des vermeintlichen Cyberangriffs auf einen Dienstleister der IHKen im Bundesgebiet ausgestellt wurden, dürfen bei innerstaatlichen Transporten bis Ende dieses Jahres verwendet werden ((Bekanntmachung vom 4. Oktober 2022, VkBl. 2022 S. 689). Die ursprüngliche Befristung ist dementsprechend verlängert worden.


ADR-Schulungsbescheinigungen, die wegen der aktuellen Problematik bei den IHKen im Bundesgebiet nur als Papierformat ausgegeben werden können, werden bis zum 30.09.2022 geduldet. Diese Duldung basiert auf der Veröffentlichung des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr vom 24.08.2022 mit dem Aktenzeichen G16/3642.20/2021-4.

Dies bedeutet, dass wegen der Nichtvorlage der üblichen Kartenbescheinigungen von Ordnungswidrigkeitenverfahren abgesehen werden soll. Dies gilt selbstverständlich nicht für ADR-Schulungsbescheinigungen, die von anderen ADR-Vertragsstaaten ausgestellt worden sind.

Maschinen und Geräte - Gefahrgut?

08.07.2022

Können Maschinen und Geräte Gefahrgüter sein? Es kommt darauf an...

Enthalten Gegenstände als übergeordneter Begriff für Maschine, Geräte, Apparate gefährliche Güter, so müssen diese ab dem 01.01.2023 im Straßenverkehr als gefährliche Güter betrachtet und entsprechend einer UN-Nummer zugeordnet werden. 

Es gibt schon eine ganze Reihe von Gegenständen, die im Gefahrgutrecht eine eigene UN-Nummer besitzen (Klimageräte, Geräte mit Lithium-Batterien, Feuerzeuge etc.). Diese bekommen keine neue UN-Nummer, sondern müssen die schon zugeordnete UN-Nummer weiter verwenden. 

 

Geräte, Apparaturen und Maschinen (also Gegenstände), die bislang keine Zuordnung zu einer UN-Nummer haben, müssen einer der neuen zwölf UN-Nummern zugeordnet werden. Enthalten die Gegenstände allerdings in ihren Funktionselementen maximal die für das jeweilige enthaltene Gefahrgut nur Mengen, die nicht die Obergrenzen für Begrenzte Mengen überschreiten, dann müssen die Gegenstände der UN 3363 zugeordnet werden. 

 

Wenn Sie in diesem Zusammenhang Fragen zu dem Thema haben, melden Sie sich bei mir.

Erhöhung der IHK-Gebühren ab dem 01.08.2022

DidHvNIonos2022$67DidHvNIonos2022$67Die Gebühren für die IHK-Prüfungen erhöhen sich ab dem 01.08.2022. Die nachstehende Tabelle stellt die neuen Gebühren in Relation zu den bisherigen dar:

Die Gebühren stellen sich ab dem 01.08.2022 wie folgt dar:

Prüfung

Gebühr bis 31.07.2022

Gebühr ab 01.08.2022

Fahrerprüfungen

 

 

ADR-Basiskurs

72,00 €

95,00 €

ADR-Auffrischung

72,00 €

95,00 €

ADR-Aufbaukurs

54,00 €

81,00 €

Wiederholungsprüfung

54,00 €

81,00 €

Gefahrgutbeauftragten-Prüfungen

 

 

Grundprüfung

168,00 €

195,00 €

Verlängerungs- und Ergänzungsprüfung

120,00 €

145,00 €

 

Prüfungsgebühren müssen von uns an die Kammer entrichtet werden und werden mit der Rechnung zu den Lehrgangs- und Materialkosten zusätzlich in Rechnung gestellt.

In eigener Sache

06.04.2022

Mein Schulungsbetrieb ist im April 2022 um ein Angebot reicher geworden:

Wir dürfen zusätzlich zu den Verkehrsträger Straße und Seeverkehr jetzt auch den Verkehrsträger Binnenschiff für Gefahrgutbeauftragten-Grundlehrgänge anbieten.

Erhöhung der Bußgelder bei Verstößen gegen US-amerikanisches Gefahrgut- und Gefahrstoffrecht

29.03.2022

Die Civil Penalty Amounts bei Verstößen gegen die US-amerikanischen Gefahrgutvorschriften werden um 6,2 % angehoben. Diese Änderung gilt seit dem 21.03.2022 und wird jährlich durchgeführt, um die Bußgelder an die Inflation anzupassen.

Bis auf den Bußgeldtatbestand der fehlenden Schulung gibt es keine Minimum-Bußgelder.

 

Aktuelle Coronaschutzverordnung des Landes NRW

17.01.2022

die Coronaschutz-Verordnung des Landes NRW schreibt derzeit vor, dass alle Teilnehmer an Lehrgängen und IHK-Prüfungen die Voraussetzungen 3G erfüllen. Dies heißt, dass als Teilnehmer nur vollständig Geimpfte, Genesene oder Getestete an den Lehrgängen und Prüfungen teilnehmen dürfen.

 

Die vollständige Impfung muss mindestens 14 Tage zurückliegen.

 

Für die von Covid-19 Genesenen gilt, dass deren Genesung mindestens 28 Tage, aber nicht länger als 90 Tage zurückliegen darf. Sowohl Impfung als auch Genesung müssen elektronisch (z. B. CovPassCheck-App) oder durch entsprechende Dokumente nachgewiesen werden.

 

Für die Testung gilt: In der ab dem 16. Januar 2022 gültigen Fassung reicht ein offizieller negativer Antigen-Schnelltest aus, der nicht älter als 24 Stunden ist! Ein PCR-Test ist nicht nötig, kann aber alternativ vorgelegt werden, wenn er nicht älter als 48 Stunden ist. Das Testergebnis kann elektronisch oder als Ausdruck auf Papier vorgelegt werden. Bis zum Erreichen des festen Platzes am Lehrgangs- und Prüfungsort gilt die Maskenpflicht.

 

Die Maskenpflicht gilt weiter, wenn nicht ausschließlich immunisierte Personen an den Lehrgängen teilnehmen. Als immunisiert gelten die Personen, die vollständig geimpft oder als genesen gelten.

 

Vor Betreten des Schulungsraumes werden die vorgenannten Voraussetzungen geprüft. Bitte bringen Sie zum Lehrgang Ihre entsprechenden Nachweise mit. Liegt kein Nachweis vor, ist die Teilnahme am Lehrgang sowie an der Prüfung nicht möglich.

 

Die derzeitige Coronaschutzverordnung des Landes NRW gilt bis zum 09.02.2022.

Anpassung der US-amerikanischen Vorschriften zum 01.01.2022

Die US-amerikanischen Gefahrgutvorschriften 49 CFR sind durch die Final Rule Docket No. PHMSA-2017-0108 (HM-215O) an den Stand der internationalen Verkehrsträgervorschriften angepasst worden.

Die Hazard Material Table (HMT) wurde angepasst, es ist ein Klassifizierungssystem für Gegenstände, die gefährliche Güter enthalten, mit eingepflegt worden. Die UN-Nummern für die Gegenstände, die gefährliche Güter enthalten, n.a.g. (UN 3537 bis UN 3548) sind jetzt in die HMT eingefügt worden. Auch die bei uns bereits bekannte UN 3536 Lithium-Ionen-Batterien in Güterbeförderungseinheiten ist jetzt in dei HMT übernommen worden.


Eine der wichtigeren Änderungen ist, dass jetzt für Lithium-Batterien die Prüfzusammenfassung auf Anfrage vorgelegt werden muss. Im Unterschied zu unseren europäischen Vorschriften ist diese Regelung erst zum 01.01.2022 in Kraft getreten. Prüfzusammenfassungen müssen auch nur für Lithiumzellen und -batterien vorgelegt werden, die seit dem 01. Januar 2008 hergestellt wurden (im internationalen Recht ab Herstellungsdatum 01.01.2003).

 

Auch das sogenannte Smart Luggage ist jetzt im amerikanischen Gefahrgutrecht mit aufgenommen worden. Die Regelungen entsprechen im Groben den internationalen Regelungen. Gepäckstücke, die mit Lithiumzellen oder -batterien ausgestattet sind, dürfen nur als Kabinengepäck mitgeführt werden. Ausnahmen hierzu gibt es nur, wenn entweder die Zellen oder Batterien ausgebaut wurden oder die Leistung der Lithium-Ionen-Batterien nicht mehr als 2,7 Wh beträgt. Bei Lithium-Metall-Batterien darf der Lithiumgehalt 0,3 g Lithium nicht übersteigen.

 

In der Liste der Meeresschadstoffe ist der Stoff 1-Dodecen aus der Liste 172.101 Anhang B gestrichen worden. Damit gelten die Anforderungen an Meeresschadstoffe nicht mehr für diesen Stoff.

 

Die Anforderungen an Gefahrzettel sind aktualisiert worden. Die bei uns schon länger geänderte Anforderungen, dass die die innere Linie ca. 5 mm vom äußeren Rand entfernt sein muss, und die Breite der Innenlinie nicht mehr auf 2 mm festgelegt ist, ist jetzt in den us-amerikanischen Vorschriften umgesetzt worden.

 

 

 

Aktuelle Tunnelvorschriften

Stand: 05.01.2022

Bezeichnung des Straße und/oder des Tunnels

Streckenkilometer und ggf. Ortslage

Tunnelkategorie und ggf. Zeitfenster

Bemerkungen

Baden-Württemberg

B 38 - Saukopftunnel

Weinheim

E

Umleitung über B 3, L 3408 in Richtung Birkenau

B 312 - Bereich Flughafen Stuttgart

Netzknoten

7321 078 nach 7321 075

0+195 bis 0+704

E

unter Start- und Landebahn Flughafen Stuttgart

Gemeindestraße - Schlossbergtunnel

Heidelberg

E

Umleitung über Adenauerplatz - Sofienstraße - Neckarstaden (B 37)

 

B10 – Westringtunnel – Ulm

Netzknoten / Stationierung 063/0.000 – 060/0.609; 0.000 – 061/0.294

E

 

Stuttgart: Wagenburgtunnel

 

E

 

Bayern

Augsburg Zentrum

Unterführung unter den Bahngleisen

B

Pferseer Unterführung

BAB A3

Katzenbergtunnel bei Würzburg zwischen km 287,052 (AS Würzburg-Heidingsfeld) und km 292,628 (AS Würzburg-Randersacker

A im Grundbetrieb, Kategorie E zeitlich befristet fahrtrichtungsbezogen bei Bedarf

https://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/
Anlage/G/Gefahrengut/
beschilderungsmatrix-temp-gefahrgutausschluss.pdf?__
blob=publicationFile

Berlin

BAB 100 (AS Schmargendorf)

Km 1,4 – 1,931 zwischen den Ein- und Ausfahrten Mecklenburgische Straße und Schildhornstraße

E

geändert von „B“ auf „E“ ab 15.08.2018

Brandenburg

Keine Angabe

Bremen

Keine Angabe

Hamburg

 

 

 

Wallring-Tunnel

Hamburg-Altstadt

E

 

Tunnel Alsterkrugchaussee

Hamburg, Knoten Alsterkrugchaussee / Sengelmannstraße

E von 06.00 bis 21.00 Uhr, C in der übrigen Zeit

 

A 7 – Elbtunnel

Hamburg

E von 05.00 bis 23.00 Uhr, C in der übrigen Zeit

 

 

Krohnstiegtunnel

Hamburg-Niendorf

E von 06.00 bis 21.00 Uhr, C in der übrigen Zeit

 

Hessen

 

Keine Angabe

 

Mecklenburg-Vorpommern

Keine Angabe

Niedersachsen

 

 

 

A 39 - Galerien Lindenberg und Heidberg

 

--

Aufhebung der bisher geltenden Beschränkung für die Durchfahrt ab 06.04.2016

A 38 – Heidkopftunnel

 

--

Aufhebung der bisher geltenden Durchfahrtsbeschränkung

A 31 – Emstunnel

 

B

 

B 437 - Wesertunnel

 

 

Aufhebung der bisher geltenden Durchfahrtsbeschränkung

Nordrhein-Westfalen

 

 

 

A1 – Einhausung/Tunnel Köln-Lövenich

Köln Lövenich

 

Aufhebung der bisher geltenden Beschränkung für die Durchfahrt

B9 –Tunnel Bad Godesberg

Bonn – Bad Godesberg

E

 

B55a; Tunnel Grenzstraße

Köln-Buchforst

E ab 31. KW 2013 bis Ende 2022

Geschwindigkeitsreduzierung im Tunnel auf 50 km/h und Verbot der Durchfahrt des Tunnels für den Schwerlastverkehr (ab 7,5 t).

B 61n - Streckenabschnitt 99.1 Weserauentunnel

B 61, Abschnitt 99,1, von Station 177 bis Station 1910 / Porta Westfalica - Barkhausen

E

Kategorisiert seit 21.04.2011

Am Bahndamm, Verlängerung Trankgasse zum Konrad-Adenauer-Ufer

Innerorts Stadt Köln

E ab dem 15.12. 2017 angeordnet

Meldung der Stadt Köln, Amt für Brücken, Tunnel und Stadtbahnbau am 2.11.2017

Verkehrsbehördliche Anordnung durch Stadt Köln, Amt für Straßen und Verkehrstechnik erfolgte am 15.12.2017

Rheinland-Pfalz

Keine Beschränkungen

Saarland

Keine Beschränkungen

Sachsen

Keine Beschränkungen

Sachsen-Anhalt

Keine Beschränkungen

Schleswig-Holstein

 

B 104 Herrentunnel

Lübeck

E

Umleitung über Travemünder Allee (B75), Eric-Warburg-Brücke (K25), BAB A 1 und A 226

Thüringen

 

 

 

A 71 – Tunnel Alte Burg

Km 112,3 – 113,2

E

 

A 71 – Tunnel Rennsteig

Km 114,8 – 122,7

E

 

A 71 – Tunnel Hochwald

Km 123,6 – 124,3

E

 

A 71 – Tunnel Berg Bock

Km 126,4 – 129,0

E

 

Zeitweise Tunneleinschränkung im Bereich der BAB A3 zwischen BAB A3, zwischen den Anschlussstellen Würzburg-Randersacker und Würzburg-Heidingsfeld (beide Fahrtrichtungen) - Katzenbergtunnel 

Seit dem 02.11.2020 gilt ein temporäres Streckenverbot für kennzeichnungspflichtige Gefahrguttransporte. Die Strecke ist mit Tunnelbeschränkungscode (E) gekennzeichnet. 


Kennzeichnungspflichtige Gefahrgutbeförderungseinheiten werden per Hinweisbeschilderung an den genannten Anschlussstellen abgeleitet und über die entsprechenden Umleitungen U 97/ U 28 an die nächste Anschlussstelle weitergeleitet. Dieses Verbot ist derzeit bis zum 01.01.2021 vorgesehen (Abschluss der Bauarbeiten an den Tunnelröhren). 

 

Beim Bundesverkehrsministerium ist folgende Information mit dem 03.12.2021 veröffentlicht worden: 

 

https://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Anlage/G/Gefahrengut/beschilderungsmatrix-temp-gefahrgutausschluss.pdf?__blob=publicationFile

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